Botschaft vom pandemiemüden Volk

Wir sind nicht pandemiemüde

Wir würden euch auch weiter folgen und sogar noch härtere Einschränkungen hinnehmen. Was uns nur fehlt, ist das „Warum“. Bis heute ist uns nicht klar, was das Ziel der aktuellen Coronapolitik ist. Mal redet ihr von der Überlastung des Gesundheitssystems, mal von der Kontaktnachverfolgung. An anderen Tagen gibt es zu hohe Inzidenzwerte oder zu viele Todesfälle. Ihr trefft euch alle paar Wochen zu eurer Tafelrunde, treibt die nächste Sau durchs Dorf (feiernde Jugendliche, rodelnde Kinder, volle Parks, …) und klopft euch auf die Schultern, während zeitgleich in den Altersheimen die Menschen dahinsterben, die ihr versäumt habt zu schützen. Dann kommt ihr mit neuen Inzidenzen und Verordnungen um die Ecke, die kein Mensch mehr verstehen und nachvollziehen kann und erwartet von uns blinden Gehorsam. „Nur noch ein paar Wochen“ sagt ihr, aber aus diesen Wochen sind mittlerweile Monate geworden und wenn ihr so weitermacht, werden daraus Jahre. Im letzten Frühjahr, als man euch noch geglaubt hat, als wir noch vertrauen zu euch hatten, da haben wir alles auf uns genommen. Doch jetzt sind wir eurer Politik-müde.

Wir sind nicht pandemiemüde

Wir sind euren täglichen Moralpredigten müde, während ihr diejenigen wart, die sich in der Krise bereichert haben. Wir haben das Vertrauen in euch verloren. Aber wie soll man einem Gesundheitsminister vertrauen, der während der Pandemie Spendengalas mit anonymen Eliten veranstaltet, sich in der Pandemie eine Millionenvilla kauft und 2.000.000.000 € Steuergelder an die Apotheken verschenkt. Wie soll man einem Finanzminister vertrauen, der in der Cum-Ex- Affäre Millionen an Steuerrückforderungen von der Warburg Bank nicht einziehen wollte, sich selbst an die persönlichen Treffen mit dem Chef der Bank aber nicht mehr erinnern will. Wie soll man einem Arbeitsminister vertrauen, der zwar das Kurzarbeitergeld verlängert und erhöht hat, jedoch keine Bedingungen daran knüpft, wodurch jetzt Konzerne (Daimler, VW, BMW, …) unser Steuergeld an ihre Aktionäre auszahlen. Wie soll man einem Verkehrsminister vertrauen, der das Parlament und den Untersuchungsausschuss mehrfach belogen hat und als Dank dafür nicht nur seinen Job behalten durfte, sondern es jetzt in der Corona Task-Force richten sollen. Und wie sollen wir Ihnen, Frau Merkel vertrauen, wenn sie nach einem Jahr Pandemie zum aller ersten Mal Maßnahmen gegen die Interessen der Industrie verhängen wollen und diese dann zurücknehmen.

Wir sind nicht pandemiemüde

Wir sind müde, dass ihr mit eurer Politik uns spaltet. Dass ihr mit eurem erhobenen Zeigefinger Keile zwischen Großeltern und Enkel, zwischen Freunde und Bekannte, sogar zwischen Liebende schiebt. Eurer Hetze, die ihr täglich auf uns loslasst, macht den Graben zwischen denjenigen die euch noch treu folgen und denjenigen die an der Unfehlbarkeit von euch zweifeln, immer tiefer. Ihr predigt Zuhören und gesellschaftlichen Einsatz, doch habt ihr den Kritikern nie zugehört. Wer auch nur ein Wort gegen euch erhebt, wird als Verschwörungstheoretiker moralisch auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Nicht die Rechten oder die alternativen Medien im Netz spalten diese Gesellschaft, ihr seid es mit eurer Politik.

Wir sind nicht pandemiemüde

Wir, die Eltern unter uns sind einfach nur müde. Ihr verlangt von uns, dass wir die Wirtschaft am Laufen halten, im Homeoffice unter erschwerten Bedingungen, nebenbei die Kinder beschulen und irgendwie noch den Haushalt schmeißen. Noch dazu müssen wir unseren 3-, 5- oder 10-jährigen eure Verordnungen erklären. Doch wie sollen wir unsere Kinder die Achtung vor dem Gesetz lehren, wenn heute dies und morgen das gilt. Wenn ich Oma und Opa treffen darf, aber nicht beide gemeinsam. Wir versuchen nur noch zu überleben und die Kinder nicht gänzlich an die Bildschirme zu verlieren und als danke schmeißt ihr uns nach jeder Tafelrunde neue Steine vor die Füße.

Wir sind nicht pandemiemüde

Wir fragen uns nur, was aus dieser Gesellschaft und insbesondere aus den Kindern werden soll. Ihr lehrt sie in unseren Mitmenschen grundsätzlich erstmal eine Bedrohung zu sehen, eine Gefahr, dass Angst und nicht Mitgefühl der neue Maßstab ist. Frau Merkel, damals 2015 haben sie Mitgefühl über Angst gestellt und die Grenzen geöffnet, heute werden die Grenzen wieder gesichert und Angst ist der Kern ihrer Politik. Dabei sind doch Angst und Schrecken die Merkmale einer Diktatur und Empathie und Selbstbestimmung die Merkmale einer Demokratie.

Wir sind nicht pandemiemüde

Wir verstehen nur nicht, warum wir alles schultern müssen. Wir die Angestellten, die Künstler, die kleinen Betriebe, die Familien, die „Systemrelevanten“ während der Aktienmarkt neue Rekorde feiert und die Eliten immer reicher werden. In Schulen gilt Masken- und Testpflicht, für die Wirtschaft gibt es freiwillige Selbstverpflichtungen. Für Krankenschwestern klatscht ihr abends und speist sie morgens mit Almosen ab, für die Wirtschaftsbosse macht ihr die Taschen auf. Wir sind es leid die Schulden eurer Politik abbezahlen, weil ihr euch nicht traut, Krisengewinner und Großkonzerne angemessen zu besteuern.

Wir sind nicht pandemiemüde

Wir verstehen nur nicht, warum ihr vor einem Jahr das Leben der Menschen über das Grundgesetz und die eigene Selbstbestimmung gestellt habt. War doch noch vor zwei Jahren eure Marschrichtung: Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, um jeden Preis zu verhindern, anstatt Menschenleben durch besser Luftqualität zu schützen. Auch Bomben von Rheinmetall lasst ihr weiter auf jemenitische Krankenhäuser fallen, obwohl ihr diese im Koalitionsvertrag stoppen wolltet. Und dass man Kleinwaffen von Heckler und Koch in jeder Krisenregionen dieser Welt findet, hat euch noch nie gestört. Ihr fordert Impfstoffe für die ganze Welt, aber blockiert gleichzeitig die Offenlegung der Patente.

Wir sind nicht pandemiemüde

Wir sind euch müde, eurer Doppelmoral und eurer Zeigefinger. Wir haben eure Symbolpolitik und eure Papiertiger satt. Wir erwarten, dass ihr für die Schwachen kämpft und die Mächtigen in ihre Schranken weist. Dass ihr verantwortungsvoll mit unserem Geld umgeht und euch für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Wir fordern, dass ihr Verantwortung übernehmt, vorangeht und euch für UNS einsetzt.

Wir sind nicht pandemiemüde, wir sind eurer Politik-müde

Euer pandemiemüdes Volk

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