STIKO Impfempfehlung für Jugendliche – Eine kritische Analsyse

Teil 2 Kinder in der Pandemie

Im ersten Teil habe ich die Folgen der Maßnahmen und die Bedrohung der Kinder durch das Virus gegenübergestellt. Seitdem hat sich an den Daten nicht viel geändert, eher haben sich die Zahlen psychischen Belastungen der Kinder noch verhärtet.

Trotz dieser sehr eindeutigen Zahlen fordert die Politik jetzt die Impfung der Jugendlichen.

Die STIKO gab nach ca. 2 Monaten des Dauer Beschusses aus Politik und Medien klein bei und empfahl diese für alle Jugendlichen (12-17 Jahre). Offiziell gab man an, dass man „der Politik entgegenkomme“

Die Begründung der STIKO (ca. 30 Seiten) habe ich mir genauer angesehen. Dabei zeige ich auf, dass diese Empfehlung auf massiv geschönten Daten entstanden ist, und sich die STIKO im Dokument selbst mehrfach widerspricht.

Starten will ich beim epidemiologischen Fazit:

3.4. Fazit zur Epidemiologie von COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 – 17 Jahren in Deutschland: Bei 12 – 17-jährigen Kindern und Jugendlichen hat COVID-19 meist einen milden Verlauf (Hospitalisierungsrate der übermittelten Fälle: 1 % [unter Berücksichtigung asymptomatischer Fälle und von Fällen, die nicht wegen COVID-19 hospitalisiert wurden, reduziert sich diese Zahl auf etwa 0,1 %]; Letalität: 0,001 %). Der Anteil asymptomatischer Verläufe ist hoch. …. Das COVID-19-assoziierte PIMS ist eine sehr seltene, schwere Erkrankung. … Die primäre Quelle von Infektionen sind Haushaltskontakte. Übertragungen in Schulen und anderen Betreuungseinrichtungen spielen eine untergeordnete Rolle. (Seite 25)

Dies bestätigt, was ich in meinem ersten Teil schon geschrieben habe und müsste eigentlich sofort zum Auflösen aller Maßnahmen bei Kindern führen. Insbesondere wenn man dazu noch annimmt:

Die Impfung von Kindern und Jugendlichen (12 – 17 Jahre, ohne Vorerkrankung) hätte ohne Verbesserung der Impfquoten in der Altersgruppe der 18 – 59-Jährigen keinen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der bevorstehenden vierten Welle. (Seite 38)

Damit wird auch noch das Argument des Bevölkerungsschutzes aufgelöst. Trotzdem kommt die STIKO am Ende zu dem Schluss:

Vor dem Hintergrund der in Modellierungen prognostizierten gesteigerten COVID-19-Krankheitslast von Jugendlichen überwiegen nach gegenwärtigem Wissenstand die Vorteile der Impfung deutlich die möglichen, sehr seltenen Impfnebenwirkungen (s. Tab. 15) (Seite 41f)

Wo diese erhöhte Krankheitslast herkommt, hat sich mir nicht ergeben. An der Delta-Variante kann es nicht liegen:

Bisher gibt es auf Grundlage der Surveillancedaten zu COVID-19 keine Hinweise darauf, dass das Auf-kommen der Delta-Variante zu einer Zunahme von COVID-19-assoziierten Hospitalisierungen und Todesfällen bei Kindern und Jugendlichen führt. (Seite 22)

Am Ende basiert die Empfehlung hauptsächlich auf der oben erwähnten Tabelle 15:

Dort wird aufgezeigt, was für ein Einfluss die Impfung von 30% der Jugendlichen (ohne Vorerkrankungen) hat. Zeile 3 liest sich dann wie folgt: Wenn ca. 1,3 Mio. Jugendliche geimpft werden, verhindert das 164.119 Fälle, 1.966 Hospitalisierungen, 36 Intensivaufenthalte und 68 PIMS Fälle, es ist aber mit 82 Herzmuskelentzündungen zu rechnen. Allein diese Daten würden in normalen Zeiten nie zu einer Empfehlung führen (siehe Grippeschutzimpfung). Doch selbst diese Zahlen sind geschönt und widersprechen grundlegenden Annahmen im selben Dokument.

Nehmen wir erstmal an, die 449.477 Covid Fälle in Zeile 2 für die 4. Welle korrekt sind. Dann fällt auf, dass in Zeile 2 ca. 1,2% der Fälle hospitalisiert werden, wobei noch auf Seite 25 geschrieben wurde, dass es lediglich 0,1% der Fälle sind. Und selbst diese Quote ist noch zu hoch, da sie nicht berücksichtigt, dass in dem Szenario 90% der vorerkrankten Jugendlichen geimpft sind, welche öfter hospitalisiert werden (ca. 7-mal häufiger*). Nimmt man das zusammen, bleiben von den 5.466 Hospitalisierungen noch gerade 259. Bei ITS und PIMS sieht das ähnlich aus. 63%** der ITS Fälle (ca. 22% PIMS, Seite 24) waren vorerkrankt. Hier kommt man dann auf 14 ITS-Fälle (65 PIMS) in Welle 4. Die Impfung von 1,3 Millionen Jugendlichen würde dann nur noch 86 Hospitalisierungen, 4 ITS-Fälle und 22 PIMS-Fälle in der Altersgruppe verhindern. Diesen stehen dann 82 Herzmuskelentzündungen gegen über. Wobei hier die STIKO auch preisgibt: Da es sich bei VAERS um ein passives Meldesystem handelt, ist eher mit einer Untererfassung zu rechnen. (Seite 34). Es ist also mit mehr Herzmuskelentzündungen zu rechnen. Die Zahlen der Altersgruppe 0-11 (indirekte Effekte), sind eh schon weit hergeholt und würde analog ähnlich in sich zusammenfallen.

Somit ist der Nutzen in etwa in der gleichen Größenordnung wie die Folgen einer bekannten Nebenwirkung. Eine Studie aus den USA kommt zu noch drastischeren Ergebnissen. Auch die akuten Nebenwirkungen, die bei ca. 50% der Jugendlichen bei beiden Impfung Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit verursachten und bei 20% (10% erste Impfung) Fieber auslösten (Seite 29), stehen in keinem Verhältnis zu den meist asymptotischen oder milden Verläufen der Infektion (Seite 25).

Bleib einzig die Frage offen von Langzeitfolgen. Dies gilt aber für beide Seiten, da weder für die Impfung noch für die Infektion dafür verlässliche Daten vorliegen. Alle Studien zu Long-Covid bei Kindern mit Kontrollgruppe weisen bisher keine signifikanten Unterschiede auf (Seite 17f), jedoch schreibt die STIKO auch, dass hier noch mehr Untersuchungen nötig sind. Für die Impfung gilt das ähnlich, insbesondere gibt es aktuelle keine Daten, ob der Impfstoff etwas mit der Fortpflanzung bei Pubertierende macht. Erste Berichte über veränderte Regelblutungen, die womöglich mit den Impfstoffen in Verbindung stehen, machen hier Sorge.

Fazit

Schlussfolgern muss man sagen, dass die Detailanalysen in dem Dokument meist sehr aufschlussreich sind, jedoch die Schlussfolgerungen daraus teilweise damit im Widerspruch stehen. Insbesondere das zurückgreifen auf die RKI-Modellierung für die 4. Welle scheint hier kritisch. (Diese empfiehlt auch eine Impfquote von 85%-90% der 17-59-Jährigen, um halbwegs sicher durch den Winter zu kommen inkl. Basishygienemaßnahmen. Wenn ich die Zeit finde, werde ich mir das auch nochmal genauer anschauen. Es spricht alles dafür, dass man hier bewusst die Daten für die Politik zurechtgebogen hat. Laut meiner Analyse ist die Bilanz der Impfung in dieser Altersgruppe katastrophal, hat kein Einfluss auf die Gesamtlage und ist somit für gesunde Jugendliche überflüssig.

Vor diesem Hintergrund ist die politisch motivierte Impfung von Jugendlichen ein Skandal, Wissenschaft feindlich gehört sofort gestoppt.

*Laut Seite 14 liegt der Anteil der Jugendlichen mit Vorerkrankungen bei 8%, laut Seite 23 hatten 54% der Jugendlichen, die eine Covid-Therapie im Krankenhaus bekommen haben, Vorerkrankungen.

** Das STIKO-Dokument gibt hierfür keine Zahl, ich habe deshalb die allgemein Zahl vom DGPI (https://dgpi.de/covid-19-survey-update/) genommen, die unterschätzt ist, da ja schon 54% der hospitalisierten Jugendlichen Vorerkrankungen hatte.

Anbei Berechnungen für die Zahlen von oben:

Daraus ergibt sich für die 4. Welle :

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